FAQ

 

Grundwissen der Medientechnik und der Präsentationstechnik

 FAQ-Häufig gestellte Fragen

 FAQ - Häufig gestellte Fragen         

 

 

 

 

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themen:

Bitte klicken Sie direkt eines der Themen an, was Sie interessiert.

 

 1. Wissenswertes zum Thema Daten- und Videoprojektoren

 2. Wissenswertes zum Thema Projektorenhalterungen

 3. Wissenswertes zum Thema Dokumentenkameras

 4. Wissenswertes zum Thema Audiokonferenz

 5. Wissenswertes zum Thema Videokonferenz

 6. Wissenswertes zum Thema Raumlösungen

 7. Wissenswertes zum Thema Rückprojektion

 8. HoloPro/transparente Projektionslösungen

 9. Mediensteuerung

10. Beschallungstechnik

11. Signalwege im Konferenzraum

12. Didaktische Netzwerke

 

 

 Zu 1. Wissenswertes zum Thema Daten- und Videoprojektoren

Geräteauswahl

Die Auswahl eines geeigneten Daten-/Videoprojektors kann in drei Schritten vorgenommen werden:

 

1. Schritt: Mobil-Portabel-Stationär

 

Zunächst sollte man sich über das gewünschte Einsatzgebiet im Klaren sein. Ist ein mobiler Einsatz des Gerätes geplant, so stellt in den meisten Fällen das Gerätegewicht (zusammen mit den Abmessungen) das wichtigste Auswahlkriterium dar. Hierbei sollte noch genauer hinterfragt werden, ob der Geräteeinsatz nur in verschiedenen Räumen des gleichen Gebäudes oder an wechselnden Standorten außerhalb des Hauses geplant ist. Im ersten Fallkann unter Umständen ein Gerät mit einem Gewicht bis ca. 10,0 kg noch als „mobil“ handhabbar gelten. Im zweiten Fall sollte bei Mitnahme des Gerätes z.B. im PKW ein Gewicht unter ca. 5-6 kg ausgewählt werden. Bei häufigem mobilen Einsatz z.B. mit Flugzeug oder Bahn sollte eine Geräteklasse mit handgepäcktauglichem Gewicht unter 3 kg zum Einsatz kommen. Beim stationären Einsatz spielt das Gewicht meist eine untergeordnete Rolle. An Geräte für die Festinstallation werden in erster Linie spezielle Anforderungen gestellt hinsichtlich variabler Aufstellungsmöglichkeiten (Montage unter der Decke oder Aufstellung hinter einer Rückprojektions-Scheibe), der Verfügbarkeit und Justierungsmöglichkeit spezieller Wechsel-Objektive sowie umfangreicher elektrischer Anschlüsse.

2. Schritt: Bildauflösung und Lichtleistung

 

Nach dieser grundsätzlichen Geräteauswahl werden technische Kriterien, wie die darstellbare Bildauflösung und die Lichtleistung, zur Selektion eines geeigneten Gerätes herangezogen. Eine nähere Beschreibung dieser Kriterien finden Sie weiter unten. Wichtig für eine gute Darstellungsqualität ist, dass bei Datenprojektion die Bildauflösung des Projektors genau der Auflösung des Computers entspricht. Werden Videosignale von DVD, Videorecorder oder einem TV-Empfänger projiziert, sollte der Projektor für eine befriedigende Darstellungsqualität mindestens über eine Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten (SVGA-Auflösung) verfügen. Aus der Lichtleistung eines Projektors, gemessen in „ANSI“-Lumen, ergibt sich, in Abhängigkeit zu der Umgebungshelligkeit des Raumes und der projizierten Bildgröße auf der Projektionsfläche, der Helligkeitseindruck beim Betrachten des Bildes. Hierbei sollte man sich zunächst darüber im Klaren sein, dass die Helligkeit des projizierten Bildes unmittelbar mit der Bildgröße zusammenhängt: Wird bei vorgegebener Lichtleistung (z.B. 1000 ANSI-Lumen) ein „großes“ Bild projiziert, so erscheint dieses Bild dunkler als ein „kleines“ Bild, da sich der Lichtstrom der Lampe auf eine größere Fläche verteilt. Die Lichtleistung des Projektors sollte bei vorgegebener Bildgröße außerdem so bemessen sein, dass ein befriedigender Helligkeitseindruck auch ohne vollständige Abdunklung des Raumes erreicht wird, um beispielsweise den Konferenzteilnehmern ein Mitschreiben zu ermöglichen. 

 

 3. Schritt: Sekundäre technische Merkmale

 

Nach der Eingrenzung der in Frage kommenden Geräteklasse in Bezug auf Gewicht, Bild­auflösung und Lichtleistung können in einem dritten Schritt die Geräte verschiedener Hersteller anhand sekundärer technischer Merkmale wie Kontrastverhältnis, Ausleuchtung, Bildschärfe, Farbtreue, Lampenlebensdauer, Betriebsgeräusch etc. und natürlich ihrem Preis-/Leistungsverhältnis, miteinander verglichen werden.

 

Erläuterungen der Merkmale:

 

Bildauflösung:

 

Bei aktuellen Projektionstechnologien wie LCD- oder DLP-Technik wird das zu projizierende Bild aus einer Matrix von horizontal und vertikal angeordneten, einzelnen Bildpunkten („Pixeln“) erzeugt und auf der Leinwand abgebildet. In vergleichbarer Form liegen die zu projizierenden Computerdaten im Speicher des Computers als einzelne Bildpunkte vor. Grundsätzlich gilt: Je größer die Anzahl der Bildpunkte ist, desto detail­reicher kann die Darstellung erfolgen. Als die wichtigsten Bildauflösungs-Formate unter­scheidet man im Präsentationsbereich heute:

 

VGA: 

640 x 480 Pixel, inzwischen veralteter Standard bei PC-Systemen;

SVGA: 

800 x 600 Pixel, Standard bei PC-Systemen, insbesondere bei vielen Notebook - PC´s

XGA: 

1024 x 768 Pixel, am weitesten verbreiteter Standard bei PC-Systemen im Präsentationsbereich;

SXGA: 

1280 x 1024 Pixel, hochauflösender Standard für Workstation-Computer, im Präsentationsbereich kaum angewendet;

UXGA: 

1600 x 1200 Pixel, hochauflösender Standard für Workstation-Computer, im Präsentationsbereich kaum angewendet;

MAC:  

832 x 624 Pixel bzw. 1152 x 870 Pixel bei Apple Macintosh Computern.

 

Für eine gute Darstellungsqualität ist es wichtig, dass die native (reale) Auflösung des Projektors exakt der eingestellten Monitorauflösung des Computers entspricht (z.B. Aus­gabe eines XGA-Bildsignales eines Computers an einen Projektor mit XGA-Auflösung). Hierbei wird jeder Bildpunkt im Speicher des Computers von genau einem Bildpunkt des Projektors dargestellt. Weicht die Auflösung des Computers in horizontaler und/oder vertikaler Ebene von der des Projektors ab, muss der Projektor meist eine sog. Skalierung des Bildinhaltes durchführen, was zu sichtbaren Verlusten in der Darstellungsqualität führt. Als native Auflösung eines Projektors bezeichnet man die Anzahl realer Pixel, die zur Darstellung zur Verfügung stehen (z.B. XGA). Allerdings akzeptieren viele Geräte an ihren Signaleingängen auch ein Computersignal höherer Auflösung (z.B. SXGA), welches zur Darstellung dann verlustbehaftet komprimiert wird. Die Darstellung niedrigerer Auflösungen als der nativen Auflösung ist stets problemlos möglich. Die Skalierungsverluste sind in diesen Fällen meist kaum sichtbar.

Lichtleistung:

Die Lichtleistung eines Daten-/Videoprojektors, genauer gesagt dessen Lichtstrom, wird in der physikalischen Maßeinheit „Lumen“ angegeben. Um eine möglichst objektive Vergleichbarkeit zwischen den Leistungsangaben verschiedener Hersteller sicherzustellen, wird die Lichtleistung nach einem festgelegten Verfahren des American National Standards Institute (ANSI) ermittelt. Hierbei werden in einem dunklen Raum (mittels eines speziellen Testbildes) zunächst die Helligkeits- und Kontrastregler des Gerätes zur bestmöglichen Wiedergabe bestimmter Grautöne eingeregelt. Danach wird ein 100% weißes Bild projiziert, auf dem dann mit einem sog. Luxmeter an 9 gleichmäßig verteilten Messpunkten die Beleuchtungsstärke gemessen wird. Aus diesen 9 Messwerten wird das arithmetische Mittel (Durchschnittswert) gebildet und mit der Bildgröße (in m²) multipliziert, wodurch das Messergebnis unabhängig von der Bildgröße gilt.

 

Im Bereich heutiger Firmen-Präsentationen ist eine völlige Abdunklung des Konferenzraumes meist unerwünscht, um den Zuschauern das Mitschreiben von Notizen zu ermöglichen. Die Projektion erfolgt in diesem Fall unter Hellraumbedingungen, man spricht von einer "Hellraumprojektion". Bei einer solchen Hellraumprojektion wird das projizierte Bild des Projektors von einer störenden, kontrastmindernden Umgebungshelligkeit überlagert. Für einen befriedigenden Bildeindruck sollte die durch das einfallende Projektionslicht erzeugte Leuchtdichte auf der Leinwand mindestens 5-mal heller sein als durch das Umgebungslicht.

 

Kontrastverhältnis:

 

Das Kontrastverhältnis eines Projektors gibt an, um wie viel heller das Bild bei der Projektion von 100 % Weiß im Gegensatz zur Projektion von 100 % Schwarz ist. Ein hohes Kontrastverhältnis sorgt für kontrastreichere, brillanter leuchtende Bilder.

 

Ausleuchtung:

Aufgrund optischer Gesetzmäßigkeiten erfahren projizierte Bilder zum Rand hin einen leichten Helligkeitsabfall, d.h. das projizierte Bild erscheint an Bildrand dunkler als in der Bildmitte. Der in den Datenblättern verschiedener Geräte angegebene Ausleuchtungs-Wert (in Prozent) gibt an, auf welchen Wert die Helligkeit in den Bilddecken im Verhältnis zur Bildmitte abgefallen ist. Werte im Bereich von 80 % oder mehr deuten auf eine relativ gleichmäßige Ausleuchtung hin.

 

Betriebsgeräusch:

Ein nicht zu unterschätzendes Auswahlkriterium beim Kauf eines Daten-/Videoprojektors ist die Geräuschentwicklung der aufgrund der Wärmeentwicklung der Projektionslampen notwendigen Kühlgehäuse in den Geräten. Das Betriebsgeräusch eines Projektors wird in den Datenblättern der Hersteller in der physikalischen Einheit Dezibel angegeben. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Dezibelangabe, desto leiser ist ein Gerät. Leider sind die Herstellerangaben nicht unmittelbar miteinander vergleichbar, da es kein standardisiertes Messverfahren gibt.

 

Projektionstechnologie:

 

Bei heute zum Einsatz kommenden Displaytechnologien unterscheidet man zwischen transmissiven und reflektiven Technologien. Bei transmissiver Technik wird das im Projektor bilderzeugende Element (z.B. ein LCD-Panel) durchleuchtet. Zum Einsatz kommt hier meist die sog. Polysilizium-Technik mit 3 separaten LCD-Paneln für die Farben Rot, Grün und Blau. 

 

Bei der reflektiven Technologie wird eine reflektierende Matrix aus einzelnen Bildelementen angestrahlt und das Licht richtungsabhängig reflektiert. Ein Typ, Vertreter der reflektiven Dysplaytechnologie ist die sog. DLP-Technik von Texas Instruments, bei der ein etwa daumennagelgroßer Mikrochip mit Tausenden beweglicher Mikrospiegel für die Darstellung des Bildes sorgt.

 

Zu 2. Wissenswertes zum Thema Projektorenhalterungen

Deckenhalterungen sind in verschiedenen Ausführungen für alle zur Deckenmontage geeigneten Projektoren verfügbar. Man unterscheidet Halterungen, in denen der Projektor fest verschraubt wird und solche, in denen das Gerät mittels eines Schnellverschlusses von der Halterung abgenommen und somit vorübergehend auch mobil eingesetzt werden kann. Die Halterungen sind meist in verschiedenen Längen lieferbar, um bei der Montage an der Rohdecke unterschiedlich abgehängte Decken überbrücken zu können. Sonderausführungen sind meist ohne große Zusatzkosten zu realisieren.

Für die integration in repräsentative Räume ode bei besonders niedriger Deckenhöhe sind neben den starren Standard-Halterungen auch elektrisch betriebene Deckenlifte verfügbar. Diese fahren den Projektor nur bei Bedarf aus dem Bereich der abgehängten Decke heraus und gewährleisten bei Nichtgebrauch und eingefahrenen Lift eine harmonisch geschlossene Decke. Weiterhin sind aus ähnlichen Gründen auch spezielle, elektrisch betriebene Umlenkspiegelhalterungen lieferbar. Diese werden zusammen mit dem Projektor innerhalb der eingehängten Decke montiert, wobei die Decke geschlossen erscheint. Für die Projektion klappt ein elektrisch gesteuerter Umlenkspiegel von nur etwa30 x 30 cm Kantenlänge unter einem Winkel von etwa 45° aus der Decke heraus, der den Lichtstrahl des Projektors auf die Leinwand umlenkt. Näheres hierzu erfahren Sie auch im Kapitel Raumlösungen.

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Zu 3. Wissenswertes zum Thema Dokumentenkameras

Dokumentenkameras, auch Visual Präsenter oder Visualizer genannt, sind die moderne Alternative, um

Fotos, Dias, Fotonegative, Röntgenbilder, Overheadfolien, Papierdokumente und sogar 3-dimensionale Objekte

zu präsentieren, zu dokumentieren und digitalisieren.

Die Bild- und Textwiedergabe kann über herkömmliche Fernsehgeräte, aber insbesondere auch über Großbildprojektoren erfolgen. Zum Dokumentieren lassen sich die Videobilder mit Videorecordern aufzeichnen und mit Videoprintern ausdrucken. So werden Ihre Vorträge lebendiger und einprägsamer, der Aufwand für die Vorbereitung wird geringer. Das macht diese Geräte zu einer idealen Hilfe im Schulunterricht, bei Vorträgen und Verkaufspräsentationen.

Einen wichtigen Anwendungsbereich haben Visualizer im Einsatz mit Videokonferenzanlagen gefunden, wo sie eine einfache Möglichkeit zur Übermittlung von Bild- und Textdokumenten zur Videokonferenzgegenseite ermöglichen. Das aufgenommene Bild wird meist über einen standardisierten PAL-Videoausgang ausgegeben, wodurch die Dokumentenkameras an jedes Fernsehgerät oder Videorecorder mit PAL-Videoeingang angeschlossen werden können. Geräte mit besonders hochauflösender Darstellung verfügen (meist zusätzlich zum Videoausgang) über einen VGA-Ausgang, mit dem das detailreiche Bild auf einem Computermonitor oder einem hochauflösenden Datenprojektor dargestellt werden kann. Bei der Auswahl eines Gerätes gilt grundsätzlich: Je höher die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) des CCD-Bildsensors, desto feiner aufgelöst erscheint die Darstellung.  Die beste Bildschärfe erreicht man mit Kameras, die mit einem hochauflösenden XGA (1.024 x 768 Pixel). Mit diesen Geräten lassen sich sogar Textdokumente mit Schriftgrößen von ca. 10 Punkt auch bei voller A4-Darstellung gut lesbar präsentieren. 

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  Zu 4. Wissenswertes zum Thema Audiokonferenz

 

 

In einem weltweit immer schneller expandierenden Geschäftumfeld sind Audiokonferenzen eine preiswerte und praktikable Lösung, um Entscheidungswege zu verkürzen. Die kontinuierliche Weitergabe von Informationen an Partner oder Mitarbeiter führt neben Zeit- auch zur Kostenreduktion. Dieser Vorteil sollte bei der permanent notwendigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit aller Unternehmen nicht unterschätzt werden.

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Zu 5. Wissenswertes zum Thema Videokonferenz

Um am Markt heute schnell reagieren zu können, Informationen zügig auszutauschen und voranzutreiben, setzen viele Unternehmen heute schon sehr erfolgreich Videokonferen ein. Mit Videokonferenzen lassen sich zahlreiche Vorteile in Ihrem Unternehmen erzielen:

Kostenreduzierung = weniger Reisekosten, keine Ausfallzeiten durch Wartezeiten und Reisezeit.

Steigerung der Produktivität = weniger Reisezeit bedeutet mehr Verfügbarkeit am Arbeitsplatz, bzw. höhere Effizienz.

Optimierte Ressourcen Nutzung = externes Wissen kann schnell hinzugezogen werden. Die Zusammensetzung einer Konferenz kann schnell und spontan, unabhängig des Ortes, verändert und angepasst werden.

Häufigere Kommunikation = Meetings können spontan und öfter stattfinden.

Besserer Informationsfluss = Informationen werden schneller übermittelt.

Optimierte Entscheidungsfindung = Entscheider können unabhängig von Ihrem Standort äußerst produktiv miteinander arbeiten und entscheiden.

Einfache Kommunikation von komplexen Dingen. Unsere Sprache ist nicht geeignet für die Beschreibung komplexer Sachverhalte. Durch die visuelle Kommunikation ist jeder in der Lage, derartige Dinge und Vorgänge eindeutig zu erfassen. 

Im Unternehmenseinsatz werden nationale und internationale Videokonferenz-Verbindungen häufig über das ISDN-Telefonnetz hergestellt. Mit 2 B-Kanälen (2 x 64 Kbit/s = 128 Kbit/s) lassen sich bereits Videokonferenzen in ansprechender Qualität durchführen. Ab 256 Kbit/s bzw. 384 Kbit/s erreicht man eine ausgezeichnete Videoqualität. Durch die immer größere Leistungsfähigkeit der Datennetze werden unternehmensinterne Videokonferenzen mehr und mehr über LAN/WAN (IP)-Verbindungen hergestellt. Bezüglich der Anzahl der Teilnehmer an einer Videokonferenz-Sitzung unterscheidet man zwischen einer sogenannten "Punkt zu Punkt Verbindung" zwischen zwei Standorten und einer sogenannnten Multipoint Verbindung mit mehreren Standorten.  

 

Videokonferenz mit mehreren Teilnehmern

 

Standards

Eine Videokonferen mit mehreren Teilnehmern kann man mit einer  Multipoint-Control-Unit (MCU) durchführen. Für kleinere Konferenzen kann die MCU Funktionalität in einem Videokonferenzsystem integriert sein. Für größere Konferenzen setzt man eine externe MCU ein. Diese könenn auch von Dienstleistern angemietet werden.

Um mit anderen Teilnehmern kommunizieren zu können, müssen sich die jeweiligen Systeme an Standards halten. Die wichtigsten Standards sind: 

Allgemeine Standards:

H.320 - Videokonferenz über ISDN

H.323 - Videokonferenz über IP

T.120 - Datenaustausch H.261 - CIF (352 x 288 Bildpunkte), QCIF (176 x 144)

Videostandards:

 

H.261 - CIF (352 x 288 Bildpunkte), QCIF (176 x 144) H.263

H.263 - zusätzlich SQCIF (1408 x 1152) G.711

Audiostandards:

G.711 - 3,4 KHz bei 64 Kbit/s Bandbreite

G.728 - 3,4 KHz bei 16 Kbit/s Bandbreite

G.722 - 7 KHz bei 64 Kbit/s Bandbreite

Bei der Auswahl eines Videokonferenzsystemes sollten mindestens diese Standards erfüllt werden. Proprietäre Standards werden immer nur zwischen gleichen Systemen unterstützt. 

ISDN oder IP?

 

Videokonferenzsysteme können über ISDN oder ein bestehendes Datennetz (LAN/WAN) betrieben werden. Bei besonders leistungsfähigen Geräten ist in der Multipoint-Verbindung oft sogar ein gemischter Betrieb von ISDN- und IP-Teilnehmern möglich.

 

Gateway

 

Das Gateway stellt die Verbindung zwischen IP-Teilnehmern und ISDN-Teilnehmern her.

Ein Gatekeeper überwacht die Netzbelastung, kontrolliert den Zugang und erfüllt wichtige Management-Funktionen.

 

Die Nutzung vorhandener Datennetze hat viele Vorteile:

 

Keine 2. Verkabelung nötig, es wird die bestehende Netzwerkverkabelung genutzt
Keine zusätzlichen ISDN-Anschlüsse notwendig

Hohe Flexibilität, da auf ISDN-Anschlüsse keine Rücksicht genommen werden muss

Keine weiteren Übertragungskosten innerhalb des LAN/WAN

Zentraler Übergang zu ISDN-Teilnehmern durch ein Gateway

 

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 Zu 6. Wissenswertes zum Thema Raumlösungen

Nicht selten ist der Konferenzbereich eines Unternehmens auch dessen „Aushängeschild“. Hier werden wichtige Entscheidungen getroffen. Hier erschließt sich einem Gast die Unternehmensphilosophie. Die fachgerechte Auswahl und Integration der medientechnischen Komponenten trägt entscheidend dazu bei, diesen Eindruck nachhaltig zu vermitteln.

In Konferenz- und Schulungsräumen sowie in sonstigen Präsentations- und Veranstaltungsräumen wird es in den meisten Fällen als unbequem empfunden, vor jeder Veranstaltung den Daten-/Videoprojektor aufzubauen und die komplette Verkabelung mit den Zuspielgeräten und dem PC vorzunehmen. Vielmehr sollte der Projektor, wie alle anderen medientechnischen Komponenten auch, fest in den Raum integriert werden. Dies erspart viel Zeit bei der Vorbereitung einer Präsentation und ein so ausgestatteter Raum erhält einen wesentlich höheren Nutzwert.

Bei der ganzheitlichen Planung der medientechnischen Ausstattung eines Konferenzraumes sollte zuerst hinterfragt werden, ob der Raum später als Schulungs-, Konferenz- oder als Präsentationsraum genutzt werden soll.

Beim Schulungs- und Konferenzraum steht die eher nüchterne, funktionale und oft budgetorientierte Ausstattung mit Geräten zur hauptsächlich hausinternen Nutzung im Vordergrund.

Präsentationsräume beeindrucken durch ihre Auswahl an besonders hochwertiger technischer Ausstattung und deren harmonischer Integration in das Gesamtbild des Raumes durch architektonische Detaillösungen. Die Grenzen zwischen diesen begrifflichen Unterscheidungen des Nutzungsprofiles sind fließend.

 

Von der Beantwortung dieser Frage hängt beispielsweise ab, ob eher einer fuktions- oder budgetorientierten Projektion auf eine Leinwand oder stattdessen einer Rückprojektion mit einer individuell gestalteten Medienwand der Vorzug gegeben wird.

 

Unter einer Medienwand versteht man ein meist individuell in Ausführung und Oberfläche gestaltetes Schrankmöbel. Es wird im einfachsten Fall in der Art eines Regals unmittelbar entlang einer Wand aufgestellt und dient zur Aufnahme einer Leinwand und als Stauraum.

 

Medienwände bieten sich jedoch in erster Linie an, um eine harmonisch in den Raum integrierte Rückprojektionslösung zu schaffen. Hierbei wird die Medien- bzw. Schrankwand in einem gewissen Abstand zur Stirnseite des Raumes platziert und nimmt dann die Rückprojektionsscheibe in sich auf.

 

Oft verläuft die Medienwand über die komplette Raumbreite und bildet dann mit dem abgetrennten Raumteil eine sog. Rückprojektionskabine, in der die gesamte Projektionstechnik untergebracht wird.

 

Im Präsentationsraum selbst sind somit keine Projektionsgeräte sichtbar. Über die besonderen Vorteile einer Rückprojektion werden Sie auf einer der folgenden Seiten informiert.

 

Oftmals ist eine Rückprojektion aus Gründen des Budgets oder der räumlichen Gegebenheiten nicht erwünscht oder möglich. Hier bietet sich die Aufprojektion auf eine geeignete Projektionsfläche an.

 

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 Zu 7.  Wissenswertes zum Thema Rückprojektion


Warum Rückprojektion?


Bei der Rückprojektion (auch Durchlichtprojektion genannt) erfolgt die Projektion in Richtung des Zuschauers durch eine Mattscheibe hindurch. Die Projektionsfläche (Mattscheibe) befindet sich also zwischen Betrachter und Projektor. Hochwertige Konferenzräume, die oft auch repräsentativen Zwecken dienen, werden meist mit einer solchen Rückprojektion ausgestattet anstelle einer einfachen Projektion auf eine Leinwand. Dies hat gute Gründe:


- Mit Hilfe hochentwickelter Mattscheiben können im Vergleich zur Aufprojektion deutlich kontrastreichere Bilder erzeugt    werden.
- Der Konferenzraum muss bei der Projektion weniger stark abgedunkelt werden.
- Ein Referent vor der Projektionsfläche wird nicht, wie bei der Aufprojektion, durch den Lichtstrahl des Projektors geblendet  und er erzeugt keinen Schattenwurf auf der Projektionsfläche.
- Die Rückprojektionsscheibe ist meist in eine sog. Medien-Schrankwand integriert und bildet so eine harmonische Einheit mit dem Konferenzraum, die viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten zulässt.
- Die komplette bilderzeugende Technik ist unsichtbar in dem separaten Raumteil hinter der Mattscheibe angeordnet, wodurch auch die unangenehme Geräuchentwicklung der Geräte von den Konferenzteilnehmern ferngehalten wird.

Diesen Vorteilen steht lediglich der Raumbedarf der Rückprojektionskabine gegenüber. Durch eine Faltung des Projektor-Strahlenganges mit Hilfe spezieller Spiegel kann dieser Raumbedarf minimiert werden. Die bildverbessernden Eigenschaften sind bei modernen Rückprojektionsscheiben die Folge einer effektiveren Ausnutzung der Projektoren-Lichtleistung und der Unterdrückung von Einflüssen durch Fremd-Umgebungslicht. Effektivere Nutzung des Projektionslichtes Hochwertige Rückprojektionsscheiben nutzen die Lichtleistung der Projektoren besonders effektiv durch einen mehrschichtigen Aufbau. Rückseitig eingeschliffene, konzentrische Kreise formen eine feine Linsenstruktur (eine sog. Fresnell-Linse) mit definierter optischer Brennweite, die den punktförmig vom Projektor ausgehenden Lichtkegel beim durchdringen der Scheibe zunächst annähernd zylindrisch ausrichtet. Danach sorgt ein feines, vertikal angeordnetes Streifen-Linsenprofil (die sog. Lenticular-Schicht) auf der Vorderseite der Scheibe beim Austritt des Licht-„Zylinders“ für eine aufweitung des Lichtstrahles in ausschließlich horizontaler Ebene. Hierdurch wird, im Gegensatz zu einer diffus streuenden Leinwand, eine extreme Bündelung des zur Verfügung stehenden Projektionslichtes in Richtung des Betrachters erreicht.
Kein Licht wird ungenutzt zum Fußboden oder zur Decke hin abgelenkt, was bei fachgerechtem Einbau eine „lichtverstärkende“ Wirkung in Richtung des Betrachters erzeugt. Die Bildhelligkeit bleibt auch bei großem seitlichen Betrachtungswinkel erhalten.


Unterdrückung von störendem Umgebungslicht:


Die Unterdrückung von Umgebungslicht sorgt beim Einsatz einer Rückprojektionsscheibe anstelle einer Leinwand für deutlich besseren Bildkontrast und somit für lebhaftere Farben. Wie beim Thema Daten-/Videoprojektoren bereits erläutert, stellt das Kontrastverhältnis den max. Unterschied zwischen dem hellsten und dunkelsten Bildpunkt dar. Ein 100 % schwarzer Bildpunkt wird erzeugt, wenn kein Projektionslicht auf die Leinwand fällt. Leider kann ein absolut schwarzer Bildpunkt nur bei völliger Dunkelheit des Raumes auf der Projektionsfläche dargestellt werden. Schon bei geringem Umgebungslicht wird Streulicht von der weißen Oberfläche der Leinwand in das Auge des Betrachters reflektiert, wodurch der Bildpunkt nicht mehr schwarz, sondern grau erscheint. Das Kontrastverhältnis wird hierbei drastisch reduziert, das Bild wirkt
flau. Durch verschiedene Maßnahmen sorgen Hersteller von Rückprojektionsscheiben für eine begrenzte Absorption des Umgebungslichtes bei einer Projektion unter Hellraumbedingungen, wodurch bei Projektion von dunklen Bildinhalten deutlich weniger Umgebungslicht zum Betrachters gestreut wird und das Bild somit kontrastreicher ist. Erreicht wird dies zum einen durch eine dunkle Einfärbung des Schreibmaterials. Die sog. „Black-Stripe“ Technik lässt außerdem durch ein Raster aus vertikalen, schwarzen Streifen die Scheibe noch dunkler erscheinen, wobei das Nutzlicht des Projektors mittels einer inneren
Linsenstruktur die schwarzen Streifen in den Zwischenräumen durchdringen kann. Black- Stripe-Scheiben sind aufgrund dieser zusätzlichen inneren Linsenstruktur als Sandwich- Konstruktion aus zwei separaten Scheibenhälften zusammengesetzt. Eine Weiterentwicklung dieser Technik ist die „Black Bead“-Scheibe. Hierbei sind kleine, als Miniaturlinsen wirkende Perlen („Beads“) derart in ein schwarzes Substrat eingelassen, dass sie auf der Betrachterseite der Scheibe nur wenig herausschauen. Von der transparenten Rückseite her beleuchtet, fokussieren sie das Projektionslicht durch die verbleibenden Öffnungen hindurch.

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 Zu 8. HoloPro/transparente Projektionslösungen


HoloPro ist ein innovatives Projektionsmedium für die Projektion unter Tageslichtbedingungen. Durch eine spezielle holografische Schicht wird nur das Licht, das unter einem genau berechneten Projektionswinkel auf die Scheibe trifft, zum Betrachter gelenkt. Licht aus anderen Richtungen beeinflusst die Projektion nicht. Durch dieses neuartige Wirkprinzip können erstmalig Projektionen bei Tageslicht durchgeführt werden, was ungeahnte Darstellungsmöglichkeiten im Bereich der Bild-präsentation ermöglicht. HoloPro ist als transparente Rückprojektionsscheibe oder als HoloPro-Spiegelscheibe in zahl-reichen Größenabstufungen erhältlich. Wenn nicht projiziert wird, können Sie durch die transparente HoloPro Rück-projektionsscheibe wie durch eine Glasscheibe hindurch sehen, was bei der Schaufenster, bei Messen, Veranstaltungen oder auch in Konferenzräumen neue Dimensionen der visuellen Darstellung ermöglicht. Im Gegensatz zur HoloPro Rück-projektionsscheibe erfolgt bei der HoloPro-Spiegelscheibe die Projektion von vorne. So können kontrastreiche Bilder in platzsparender Aufprojektion wiedergegeben werden. Neben den eigentlichen Scheiben ist ein komplettes Sortiment an besonders designten Halterungen und Projektionsgestellen lieferbar. Darüber hinaus finden die All-in-One Lösungen Holo Terminal und HoloBox mit integriertem Projektor ihre Anwendung hauptsächlich im POI/POS-Bereich oder bei Messe-präsentationen, wobei die holografische Displayfläche der futuristisch gestalteten Elemente frei im Raum zu schweben scheint und so die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich zieht.

Transparente Projektion in bestechender Qualität
Unabhängig vom Umgebungslicht 
Zahlreiche Scheibengröße und Formate zur Auswahl
Innovative Systemlösungen für den Einsatz am POI/POS
Extrem haltbar und designorientiert durch Glaseinbettung

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Zu 9. Mediensteuerung


Die Vorgabe bei der Konzeption einer medientechnischen Anlage besteht oft darin, modernste Technik zu integrieren. Diese soll funktionell sein und optisch meist unauffällig platziert werden. Darüber hinaus soll die Technik einfach und intuitiv zu bedienen sein. Schon seit einigen Jahren werden daher für die Bedienung und Steuerung der einzelnen Komponenten so genannte Mediensteuerungen eingesetzt.


Welchen Nutzen hat eine Mediensteuerung?


Eine Mediensteuerung ermöglicht die Steuerung, auch sehr komplexer technischer Anlagen, mit möglichst wenig „Tastendrücken“ über ein einfach und intuitiv gestaltetes Eingabegerät. Es ist somit möglich, auch in einem unbekannten Konferenzraum intuitiv die medientechnische Anlage zu benutzen. Hierzu benötigt man kein spezielles Wissen oder
irgendwelche technischen Vorkenntnisse. Eine Mediensteuerung ermöglicht über ein einziges Eingabegerät die Steuerung sämtlicher Funktionen der Medienanlage, wie z.B. Videorecorder, DVD-Player, Mikrofonanlage, Lautstärkeregelung, Projektorsteuerung etc. Darüber hinaus gestattet die Steuerung den Zugriff auf typische Raumfunktionen, so dass man von seinem Platz aus z.B. die Lichtsituation, die Steuerung der Leinwand oder die Lüftungsanlage beeinflussen kann. Ein weiterer großer Nutzen besteht in der Möglichkeit, komplette Szenarien oder Raumsituationen abzurufen. So könnte beispielsweise bei dem Druck auf die Taste „DVD abspielen“ automatisch der Projektor aus der Decke gefahren, die Leinwand abgerollt, das Licht gedimmt, die Außenjalousien in eine bestimmte Position gefahren werden.


Wie ist eine solche Steuerung aufgebaut?


Eine Mediensteuerung besteht im Wesentlichen aus einer Zentralsteuerung, welche die Befehle des oder der Eingabemedien in Steuerbefehle für die zu steuernden Geräte und Raumfunktionen umsetzt.
Diese Steuerbefehle können sehr unterschiedliche Formen haben:
Relaiskontakt über Spannungssteuerung 
Infrarotsteuerung
RS 232
RS 485 
EIB-Protokoll


So wird es möglich, mit einer einzigen Bedieneinheit die verschiedensten Funktionen auszuführen. Als Bedieneinheit dienen oft so genannte Touchpanels. Dies sind berührungsempfindliche Bildschirme, die in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen erhältlich sind. Beispielsweise unterscheidet man zwischen Touchpanels mit farbiger Darstellung und solchen mit monochromer. Auf Wunsch sind die Panels mit einer Vorschaufunktion für Videosignale oder PCGrafiken ausgestattet. Darüber hinaus kann man zwischen drahtgebundenen Panels und solchen für Funkbetrieb wählen. Die Bedienoberfläche der Touchpanels wird meist als Anordnung gezeichneter Tasten ausgelegt und in aller Regel Kundenspezifisch programmiert. Als weitere Bediengeräte können auch Tastenfelder mit herkömmlichen Tasten und Infrarot-Fernbedienungen eingesetzt werden. Nähere Entwicklungen von Herstellern, wie beispielsweise AMX, erlauben eine Anbindung der Steuerung an das LAN/WAN bzw. an das Internet. Dies ermöglicht die Fernsteuerung weiter entfernter Komponenten, aber auch die Fernadministration eines kompletten Konferenzraumes von einem zentralen Ort aus und sogar die Vernetzung mehrerer räumlich getrennter Konferenzbereiche.

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Zu 10. Beschallungstechnik


Dem Thema Audio sollte bei der Planung Ihrer Projekte ein hoher Stellenwert eingeräumt werden. Ziel ist es, im Rahmen einer ganzheitlichen Raumlösung, neben einer hohen Bildqualität der Projektion und intuitiver Bedienbarkeit durch eine Mediensteuerung, eine angemessene Audioqualität zu schaffen. Dies erreichen wir zum einen durch eine genaue Planung in enger Zusammenarbeit mit den Kunden und Lieferanten, zum anderen durch eine sinnvolle Produktauswahl von marktführenden Herstellern und passend aufeinander abgestimmte Komponenten. Oftmals wird der Bereich Audio unterschätzt oder gar vergessen. Nachfolgend möchten wir Ihnen gerne die Wichtigkeit der Audiotechnik bei der Projektplanung näher bringen.


Warum ist die Audioqualität so wichtig?


In Audio-/Videokonferenzen, wie auch in herkömmlichen Sitzungen und Tagungen, wird ein Großteil der Information nach wie vor über das Ohr aufgenommen. In einem angedunkelten Raum ermüdet der Mensch schneller, da sich das Auge mehr an-strengen muss. Ähnlich ist es mit dem Gehör, das sehr schnell ermüdet, wenn man aufgrund mangelnder Sprachver-ständlichkeit der Beschallungstechnik nur angestrengt einem Vortrag folgen kann. Eine bestmögliche Sprachverständlichkeit ist daher eines der wichtigsten Kriterien bei der Auslegung einer Beschallungsanlage. Weiterhin sollte der Schall möglichst gleichmäßig im Raum verteilt werden. Es wird als sehr unangenehm empfunden, wenn eine deutliche Lautstärkedifferenz zwischen lautsprechernahen und weiter entfernten Hörpositionen besteht. Ein weiteres Kriterium für die Güte einer Beschallung ist der Richtungsbezug zur Quelle (z.B. Bezug zum Redner oder Bezug zur Projektionsfläche) hin. Dieses Ziel lässt sich einer „normalen“ Konferenzumgebung mit einigem Know-How für die Wiedergabe des Medientons ohne über-teuerten Aufwand erreichen. Immer mehr entsteht auch der Wunsch nach repräsentativen Konferenz- oder  Schulungs-räumen. Hier ist eine Beschallung gefragt, die neben den oben genannten Eigenschaften auch die Wiedergabe hochwertiger Audioquellen wie z.B. DVD in einer Qualität ermöglicht, wie man sie von dem heimischen Home Cinema gewöhnt ist, und die darüber hinaus durch eine harmonische Integration der Technik in den Raum auch ästhetischen Ansprüchen genügt.


 Warum eine professionelle Audiolösung?


„Wir benötigen nur ein Mikrofon und zwei Lautsprecher.“ Dieser recht einfach klingende Wunsch hat oft ungeahnte Folgen. Die obige Aufstellung von Kriterien zeigt, dass sich eine hochwertige Beschallungsanlage nicht aus Standard-Komponenten des HiFi-Fachhandels „zusammenbasteln“ lässt. Viele Anwendungszwecke erfordern eine sehr komplexe Technik im Hinter-grund, die für den Nutzer nicht sichtbar, für den einwandfreien Betrieb aber zwingend erforderlich ist. So dürften Begriffe wie Zonenmischer, DSP-Audiomatrix, Lautsprechercontroller, Audiokreuzschiene, Feedbackunterdrückung, Equalizer, Endstufe, Delay, Frequenzweiche, Paging, Kompressor, Limiter, etc. nur den wenigsten allzu viel sagen. Um ein hohes Maß an Qualität, Langlebigkeit, Betriebssicherheit, Flexibilität in der Nutzung, Ausbaufähigkeit sowie leichte Bedienbarkeit (z.B. über eine Mediensteuerung) zu erhalten, ist der Einsatz professioneller Komponenten namhafter Hersteller erforderlich.


Auswahl der Komponenten?

Um für den jeweiligen Raum ein passendes Beschallungskonzept zu entwickeln, ist es zunächst nötig, ein Nutzungsprofil des Raumes erstellen. Folgende Punkte sind hier von grundlegender Bedeutung:
-was wird präsentiert
-ist eine Mikrofonanlage nötig
-wo sind die Zubehör plaziert
-wird der Raum multifunktional genutzt, ist der Raum durch Trennwände unterteilt
-soll das Audiosignal in andere Räume übertragen werden
-soll ein Audiosignal aus einem anderen Raum eingebunden werden
Ist dieses Nutzungsprofil einmal erstellt, ist noch ein weiterer wichtiger Faktor zu beachten: der Raum an sich. Hier sind die raumakustischen Eigenschaften (Nachhall etc.), die Raumgröße, Raummhöhe usw. von großer Bedeutung. Moderne Computertechnik ermöglicht es uns heute, bereits im Vorfeld der Planung eines Konferenzraumes die Raumakustik bei der Positionierung der Lautsprecher zu berücksichtigen. In einer Computer-Simulation, in die sämtliche wesentlichen akustischen Parameter des Raumes einfließen, kann die gewünschte Schallverteilung im Raum simuliert und verifiziert
werden. Die Daten dieser Simulation können zudem sogar als Grundlage für eine sog. „Auralisation“ dienen, wobei mittels eines speziellen Lautsprecher-Systems die zu erwartende Schallverteilung und Silbenverständlichkeit im Raum bereits vor der eigentlichen Realisierung hörbar gemacht werden kann! Wie Sie erkennen können, gibt es keine Standardlösung für eine Beschallungsanlage. Jedes Konzept entsteht aus der Summe der Anforderungen und der örtlichen Gegebenheiten. Gerne
beraten wir Sie bei der Erstellung dieses Konzeptes.

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Zu 11. Signalwege im Konferenzraum


Hohe Bild- und Tonqualität, intuitive Bedienbarkeit und ergonomische Anordnung der Komponenten sind viel geforderte Ansprüche an einen Konferenzraum. Gerade bei der Anordnung der Komponenten und der Positionierung der Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte ist man oft von baulichen Gegebenheiten abhängig. Bei der Planung und Auslegung der Gebäude wird an die Medientechnik leider oftmals viel zu spät gedacht und somit werden wichtige Voraus-setzungen nicht geschaffen. In fast jedem Konferenz- oder Schulungsraum reisen Referenten mit Ihrem eigenen PC
(Laptop) an. Wichtige Voraussetzungen für den Anschluss eines externen PCs ist, das an mindestens einer Stelle des Raumes ein entsprechendes Anschlussfeld vorhanden ist. Dieses Anschlussfeld kann nun in den verschiedensten Ausführungen existieren. Dies ist natürlich von den Anschlussmöglichkeiten und der örtlichen Lage des Feldes abhängig.
Sinnvollerweise wird dieser Anschluss in den Konferenztisch oder in einen so genannten Bodentank verlegt. Diese Anordnung ermöglicht es, den Laptop nahe am Referentenplatz anzuschließen, ohne unnötige Stolpergefahren zu erzeugen.
In der Regel befindet sich in einem Konferenzraum eine feste Beschallung und eine Projektion, die als Aufprojektion mit Deckenmontage des Projektors oder als Rückprojektion ausgeführt sein kann. An diese medientechnische Einrichtung soll nun der Laptop  angeschlossen werden. Die Leitungslängen der VGA-Videokabel des PCs/Laptops überschreiten jedoch meist das vom Hersteller empfohlene und zugesicherte Maximum von ca. 2 m um ein Vielfaches, was zur Folge hat, dass die Signalqualität aufgrund der notwendigen langen Kabelwege abnimmt. Um dieses Problem an der Wurzel zu beheben, setzt man üblicherweise direkt am Anschlusspunkt im Konferenztisch, im Bodentank bzw. Wandkanal ein so genanntes Computer-Interface zur Aufbereitung der PC-Grafiksignale für diese langen Kabelwege ein.


Was macht ein solches Interface?


Ein Interface ist konzipiert, um Grafiksignale von Computern wie PCs, Macs oder Workstations über eine weiter entfernt installierte Großbildprojektion darzustellen. Ein Interface stellt eine gleichbleibend gute Signalqualität über weite Signalwege sicher. Darüber hinaus bieten sie die Möglichkeit, einen Kontroll-Monitor sowie das PC-Audiosignal anzuschließen. Bei hochwertigen Interfaces informiert eine Leuchtdiode den Benutzer über die Aktivierung des externen VGA Ausganges seines Laptops und trägt somit wesentlich zur Bediensicherheit bei. Zusätzlich dienen Interfaces als Bindeglied zwischen ver-schiedenen Varianten von Grafik- Steckverbindern in der Computerwelt. Interfaces gibt es als sogenannte Tischversionen,
insbesondere aber auch zum Einbau in Wandkanälen und Bodentanks (auch speziell zugeschnitten auf die weit verbreiteten Bodentanksysteme des Herstellers Ackermann). Bei der Planung Ihres Bauvorhabens, der Umgestaltung Ihres Konferenz-bereiches oder bei der Nachrüstung einer Projektion in vorhandene Räumlichkeiten gibt es eine Vielzahl an Faktoren zu berücksichtigen.

Beziehen Sie uns daher rechtzeitig in Ihre Planungen mit ein, dies erspart nachträgliche Installationsarbeiten und damit verbundene Mehrkosten bei der Realisierung einer hochwertigen Projektion.

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Zu 12. Didaktische Netzwerke


Didaktische Netzwerke, auch „Lehrer-Schüler-Netzwerke“ genannt, werden zu Schulungszwecken eingesetzt. Hier sind mehrere PC-Arbeitsplätze, meist nur innerhalb eines Klassenraumes, derart vernetzt, dass ein Lehrer von zentraler Stelle auf die Grafikdarstellung, die Tastatureingaben und die Mauseingaben der einzelnen Schüler-Arbeitsplätze Einfluss nehmen kann. Konkret bedeutet dies, dass der Lehrer sich beispielsweise im Rahmen eines Schulungskurses zur Bedienung einer bestimmten Software den Bildschirminhalt eines Schülers auf seinen Lehrer-Monitor holen kann, um zu überprüfen, ob der Schüler die Instruktionen des Lehrers richtig umsetzen kann. Gleichzeitig könnte der Lehrer über seine eigene Tastatur und seine Maus die physikalisch auf dem dem Rechner des Schülers installierte Software fernsteuern, um so dem Schüler eine Hilfestellung zu geben. Weiterhin könnte der Lehrer seinen eigenen Bildschirminhalt, der beispielsweise gerade die richtige Lösung einer Aufgabe darstellt, einem oder mehreren Schülern zur Einsicht zuweisen.  Auch die Bildschirminhalte verschiedener Schüler können untereinander ausgetauscht werden. So könnte allen Schülern gezeigt werden, wie z.B. der „Klassenprimus“ die gestellte Aufgabe gelöst hat.

Bezüglich des physikalischen Aufbaus eines didaktischen Netzwerkes existieren grundsätzlich 3 Möglichkeiten:
1). Vernetzung der Arbeitsplätze durch eine herstellerabhängige Verkabelung mit Video- und Steuerleitung innerhalb des Klassenraumes;
2). Vernetzung der Arbeitsplätze durch standardisierte CAT 5-Kabel (unabhängig vom Haus- Netzwerk!);
3). Einbindung der Arbeitsplätze in ein „echtes“ Computer LAN und Realisierung der Lehrer- Schüler-Funktionalität durch eine spezielle Software.


Minicom



Diese Lösungsansätze variieren bezüglich der Kosten und natürlich auch bezüglich der Funktionalität. In vielen Fällen wird die Grafikdarstellung des didaktischen Netzwerkes mit einem Datenprojektor gekoppelt, um so die Bildschirminhalte eines einzelnen Schülers oder des Lehrers zusätzlich großformartig auf einer Leinwand diskutieren zu können. Eine weitere Sonderfunktion ist beispielsweise die Einbindung von Sprechgarnituren (Headsets) an allen Arbeitsplätzen, damit der Lehrer individuell mit einzelnen Schülern kommunizieren kann, ohne die restlichen Schüler zu stören.

 

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